Das Vorspiel

KabelDeutschland_Webseite_2013pngIch bin seit Mitte 2010 Kabel Deutschland Kunde. Auslöser war der seinerseits sensationelle Highspeed-Anschluss mit 100Mbit Down/ 4Mbit Up. Wahnsinn, diese Performance. Im Gegensatz zu DSL wurde diese Geschwindigkeit auch erreicht.Im ersten Nutzungsjahr hatte ich so gut wie keine Probleme mit dem Anschluss: die Performance war ungeschlagen, die Pingzeiten halb so hoch im Vergleich zu ADSL. In 2011 wurde dann der Upstream auf 6Mbit angehoben – was ich natürlich begrüßt habe.

Allerdings begannen im 2. Jahr so einige, teilweise heftige Probleme, die im 3. Nutzungsjahr noch zunahmen. Es waren weniger komplette Ausfälle, sondern ständige Aussetzer der Verbindung. Und wenn man tagsüber Radiostreams über die häusliche Beschallung (u.A. SONOS) wiedergibt, kann man bei 30-40 Aussetzern am Tag schon zum Amokläufer werden. 

Das Schlimme daran ist, dass sich das Problem über fast 2 Jahre hingezogen hat. Erst Mitte dieses Jahres wurden diese Aussetzer spürbar geringer. Über Intervalle von einigen Wochen hatte ich inzwischen keine hörbaren Aussetzer mehr. Anfang 2013 (ca. Februar – April) war Internet Radio hören über ca 6-8 Wochen einfach nicht mehr möglich.

Der Hauptakt

willy.tel_Webseite_2013Ende 2012 teile mir die Hausverwaltung mit, dass man einen Wechsel zu einem anderen Kabelanbieter erwäge. Mitte 2013 war es dann amtlich: zum 30.11.2013 endet der Versorgungsvertrag mit Kabel Deutschland , ab 01.11.2013 übernimmt willy.tel die Versorgung. Inzwischen werden auch die Handwerker im Haus emsig: man nutzt die Gelegenheit und erneuert die komplette (Kommunikations-) Infrastruktur im Haus. Umgestellt wird die vemutlich 20 jahre alte Koax-Verkabelung (Bus) auf sternfömige Verkabelung. Statt des HF-Koax Kabels wird nun 1x Koax (für Kabelfernsehen), 1x Cat5 (I-Net) plus 1x Leerrohr für LWL in jede Wohnung geschossen.

Am 01.11.2013 wird umgeschaltet

=> damit wird auch www.raketenschnecke.net für (hoffentlich nur ein paar Stunden) nicht erreichbar sein.

Also keine Panik: ich stelle meine Aktivitäten hier nicht ein sondern unterbreche den Service – technisch bedingt – kurzfristig.

Belohnt wird das Ganze dann mit noch besserer Performance. Im Moment sind 100 Mibit Down und 20-30Mbit Up im Gespräch. Wenn dann auch noch mehr Qualität herauskommt, bin ich fast grenzenlos glücklich. Und ich bin gespannt auf die Messwerte sowie deren Vorher- nachher Vergleich.

Objektivität bitte!

Pingdom_Webseite_2013Meßtechnisch spiegelt sich die gefühlte Wahrnehmung der Vergangenheit ganz gut wieder: seit Oktober lasse ich meinen Webserver u.A. von Pingdom überwachen. Die Messintervalle sind ziemlich groß (5 Minuten), so dass man davon ausgehen darf, dass hierdurch nur die Spitze des Eisbergs sichtbar wird (in der Tat bestätigt sich diese Vermutung, seit dem ich über eine Firewall von innen die Konnektivität überwachen lasse – und die schlägt noch recht häufig an).

Selbstverständlich sind die Ausfälle in der Verfügbarkeit nicht zu 100% durch Kabel Deutschland zu vertreten (man muss ja auch mal die eigene IT zu Wartungszwecken runterfahren dürfen), aber gefühlt 70% gehen auf das Konto von KD.

Aus KD-internen Quellen weiß ich, dass Hamburg spätestens seit Ende 2012 eine an der Kapazitätsgrenze befindliche Infrastruktur hat, die in 2013 einer intensiven Runderneuerung unterzogen werden sollte. Ob dies erfolgt ist, weiß ich derzeit nicht. Zumindest sind seit Mitte 2013 die Messwerte etwas besser geworden.

Das heißt aber auch, dass der 100Mbit-Anschluss von KD nicht zwingend ein schlechtes Produkt ist – im Gegenteil: wenn die Rahmenbedingungen halbwegs stimmen, ist das ein extrem robuster und hochperformanter Weg, sich durch das Web zu schleichen.

Im Folgenden sind die Messwerte der Pingdom-Überwachung dargestellt. Glücklicherweise muss ich die Charts nicht selbst zusammendengeln, das macht das IPS-Projekt RS Pingdom Analysis für mich.

Im oberen Chart die feine Auflösung auf Tagesbasis von Anfang 2011 bis heute (16.10.2013). Darunter Monatswerte von Oktober 2010 bis Oktober 2013. Die Charts in diesem Beitrag sind statisch – das heißt: sie werden nicht täglich aktualisiert sondern sind auf unten angegebenem Stand eingefroren.

Fortlaufend aktualisierte Charts finden sich hier: RS.SYS Health

Pingdom-Monitoring Tageswerte: 

 

Pingdom-Monitoring Monatswerte: 

 


 

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