Größenvergleich RS MAHU  RS MACU

Größenvergleich RS MAHU <=> RS MACU

So langsam reifte in mir die Endscheidung, einen Heizkoffer zu bauen. Genauer: eine RS Mobile Accu Heatbox Unit (= MAHU).

Spätestens nachdem ich das:

gelesen habe, wurde mir klar: das ist nicht nur Performance-Finetuning, das ist auch eine Art Lebensversicherung für die Akkus. Schließlich kosten die Dinger zwischen 50-150€. Pro Stück! Und es sind eh schon Verschleißteile. Für 10 mal fliegen und dann wegwerfen ziemlich viel Kohle.

statt Eigenbau: Gebraucht-Kauf

RS MAHU geöffnet und bestückt.

RS MAHU geöffnet und bestückt.

Ich hatte mich schon gedanklich auf die Heatbox-Steuerung von www.hadi-rc.de eingeschossen, als ich auf einen Privatverkauf im FPV-Treff aufmerksam wurde. Das Köfferchen hatte eigentlich genau das, was ich auch wollte: die HaDi-Steuerung in Maximal-Ausbaustufe, 12V/6A Netzteil dabei, Plug-and-Play betriebsbereit, incl.2x 5000mAh Akkus sowie ausreichend Stauraum für die Akkus. Nicht lange überlegt und gekauft!

Und ich habe es nicht im geringsten bereut!

Ein paar Rückfragen bezüglich der Bedienung hatte ich noch – lesen der Anleitung der HaDi Steuerung hilft aber auch – und schon hatte ich das Ding gut im Griff.

Erläuterung der MAHU-Eingeweide

Erläuterung der RS MAHU-Eingeweide

Der nette Verkäufer gab mir noch ein paar Praxis-Tipps und Erfahrungswerte mit auf den Weg. Z.B. sollte man die Heatbox mindestens 3 Stunden vor dem geplanten Flug hochfahren. Das kommt ziemlich gut hin. Wenn ich die richtig fetten Akkus drin habe (z.B. SLS 4S 10.000 mAh) dann gehts schonmal 4h vorher los.

Dann noch ein Kabel für die externe Stromversorgung über das Kfz-Bordnetz gebastelt und die ersten Flugtage absolviert. Die Kiste funktioniert sehr zuverlässig. 

Handling

Das Handling ist ziemlich einfach:

Das Bestücken mit Flugakkus sollte man eigentlich ohne Bedienungsanleitung hinbekommen. Auf dem Kofferdeckel gibts nen Schiebeschalter: ‚externe Stromversorgung‘ – ‚Laden‘ – ‚Heizen‘. Sollte eigentlich auch selbstredend sein.

Seitlich am Koffer befinden sich 2  Buchsen:

  • 1x für Ladestrom/externe Stromversorgung und
  • 1x Balancer-Steckbuchse für 3S Akkus.

Über den Schiebeschalter oben auf dem Kofferdeckel werden die Buchsenfuntionen durchgeschaltet, so dass man z.B. die Heiz-Akkus auch im Koffer laden kann. Also wirklich sehr einfaches und durchdachtes Handling.

Was nicht geht: automatische Ladung der Akkus bei externer Stromversorgung (also parallel zum Heizbetrieb). Es geht also entweder nur heizen oder nur aufladen. Das wiederum führt aber zu Logistik-Problemen: sind die MAHU-Akkus leer und ich will diese zwischendurch am Kfz-Bordnetz aufladen, würde die Heizung nicht funktionieren und die Flugakkus würden auskühlen. Aber vielleicht bau ich das irgendwann mal um.

erste Erfahrungen

Irgend wann kam ich auf die Idee, Sonntags früh um 06:00 Uhr in die Prärie fahren zu müssen, um Nebelflüge mit RS One zu starten. Am Vorabend dachte ich so bei mir: jetzt musst du nur noch ne Zeitschaltuhr organisieren, die den Heizkoffer morgens um 03:00 Uhr einschaltet. genau so, dass um 06:00 Uhr die Frühstückseier gar sind.

HaDi-Steuerungsdisplay am RS MAHU kurz nach dem Einschalten

HaDi-Steuerungsdisplay am RS MAHU kurz nach dem Einschalten

Denkste: geht viel, viel einfacher: die HaDi-Steuerung hat neben der Kapazitäts-Messung der Akkus, Spannungsüberwachung, Füllstandsanzeige und -Warnung und vielen, vielen, aber durchaus sinnvollen anderen Einstellmöglichkeiten auch einen Timer mit an Bord. Und der funktioniert sogar.

Gefühlt hab ich natürlich am RS One auch mehr Druck! Im Ernst: nachdem ich nun einige Akkus verloren habe (vorzeitige „Ermüdung“) habe ich ein deutlich besseres Gefühl der Sicherheit. Die Zustandsmessungen des Junsi-Chargers scheinen das zu bestätigen.

Und wer sich in die obigen Links eingelesen hat, wird auch schon wissen, dass ein LiPo Heizkoffer nicht nur was für den Winter ist, sondern eigentlich das ganze Jahr über sinnvoll nutzbar ist.

Wie oben schon erwähnt, funktioniert das automatische Laden bei externer Stromversorgung nicht (weil nicht vorgesehen). Das führt dazu, dass man schon ziemlich genau planen muss, wann vorgeheizt, geladen muss und wann geheizt werden darf. Bei 10.000 mAh Nennkapazität der Akkus komme ich aber locker 2-3h ‚weit‘. Wenn es doch mal eng wird, arbeite ich mit einer Interims-Lösung: ich habe die internen Akkus des Koffers via XT60-Stecker verbunden. Diese werden abgeklemmt, direkt ans Ladegerät gehängt, während der Koffer durch das Kfz-Bordnetz (oder zu Hause am 230V/12V Netzteil) mit Strom versorgt wird und weiter heizen kann. Ist zum Beispiel immer dann vonnöten, wenn ich vormittags eine Runde unterwegs war, gegen Mittag zu Hause bin (zum Laden, reparieren etc.) und nachmittags nochmal mit RS One los will.

Aber die Heizleistung ist für mich momentan mehr als ausreichend, ich bin sehr zufrieden und kann jedem ambitioniertem Elektroflieger einen solchen Heizkoffer ‚wärmstens‘ ans Herz legen.

Nutzlast

Ich hatte mir natürlich auch den Heizkoffer von Robbe angesehen. Der fiel für mich ziemlich schnell aus dem Rennen: viel zu wenig Stauraum, da passen nur 2 kleine oder 1 großer Akku rein. Ich wollte wenigstens 5 Mittelgroße Akkus (so zwischen 5.000mAh-10.000mAh) versorgt haben. Aktuell bringe ich locker 7 Stück unter. Reicht für mich vollkommen aus.


 

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