Changelog:

2013-03-13 V 1.5
Features:

  • neues Chart mit kumuliertem Plan, Ist Vorperiode und akt. Periode (Ist + Forecast) eingebaut
  • Berechnung der Verbrauchswerte für Folgeperiode (Gesamtverbrauch, Gesamtkosten, monatlicher Abschlag)
  • Berücksichtigung von Vertrags-Bonis
  • Variable Messperiode für durchschnittlichen Stundenverbrauch/Tagesforecast eingebaut (Config-Script: Variable ‚$Median_Messintervall‘)
  • Berechnung Median Stundenverbrauch optimiert
  • Umstellung der Forecastberechnung (Monat) auf Wochentags-individuelle Durchschnittsverbräuche (bisher Tagesdurchschnitt pro Monat), dadurch wesentlich präzisere Forecasts
  • Betrachtungszeitraum frei wählbar: Start- und Enddatum können auch beliebige Tage innerhalb des Monats sein, keine Beschränkung auf 12 Monate mehr
  • Startzeitpunkt der Scripte für Jahresforecast (Timer ‚Timer täglich‘ unter Script ‚HC Config Energy Forecast act. Period‘) nun frei wählbar (vorher: zwingend unmittelbar vor Mitternacht)
  • Design überarbeitet
  • Code zu ca. 75% neu/überarbeitet
  • Erhöhte Fehlertoleranz gegenüber unvollständigen / nicht ausreichenden Rohdaten

Bugfixes:

  • Projektinitialisierung: Prüfung der vorhandenen Datenmengen fehlerhaft => fixed
  • Tageschart: Graph ‚arithm. Mittel‘ entfernt (Quellvariable 11771 ausserhalb des Projekts, verursachte Fehler im Log) => fixed
  • Fehlende Timer-Aktivierung für ‚Timer täglich‘ unter ‚HC Config Energy Forecast act. Period‘ => fixed
  • Fehlerhafte Berechnung für Anzeigewert „akt. Woche“, wenn innerhalb der Kalenderwoche ein Monatswechsel stattfindet => fixed

 

Details:

Ok, fangen wir mit den Kleinigkeiten an: ein paar Käferchen aus Version 1.0 hab ich erschlagen. Steht im Changelog und sollte selbsterklärend sein.  Was mich nur wundert: BugFix 3 (fehlende Timer-Aktivierung….) führte dazu, dass die Kostentabelle nach der Projekt-Initialisierung nie wieder aktualisiert wurde…. nur einer hat’s gemerkt: Horst!

Was ist nun neu/anders?

Ich fang mal mit dem schnell erzählten Teil an (wer das alles nicht ertragen kann: hier gehts zum Download):

Die Forecast-Ermittlung

Die Forecast-Ermittlung hat bisher einen Tagesdurchschnitt der verg. 120 Tage ermittelt und diesen Durchschnitt für die verbleibenden Tage der Betrachtungsperiode aufsummiert. Dieses Vorgehen ist nur dann halbwegs brauchbar, wenn sich der Energieverbrauch der Wochentage nicht oder nur minimal unterscheidet. Bei den meisten wird es aber so sein,dass der Energieverbrauch wochentagsabhängig ist.  Also wird ab Version 1.5 mit wochentags-individuellen Durchschnittswerten die Zukunft errechnet.

Berechnung der Verbrauchswerte für Folgeperiode

Prognose für Vertragsdaten der nachfolgenden 12 Monate (Empfehlung!)

Prognose für Vertragsdaten der nachfolgenden 12 Monate (Empfehlung!)

Zufällig steht bei mir in Kürze ein Vertragswechsel an. Nun habe ich aber keinen Bock, mir mein Abnahmevolumen, Gesamtkosten und Monatsabschlag für die nachfolgende Vertragsperiode selbst zusammen zu googeln. Das muss der RS Energy Forecast gefälligst selbst raus finden. Tut er jetzt auch: unter der Kostentabelle links findet man unter der Überschrift ‚Prognose für die nachfolgenden 12 Monate‘ (!) die entsprechenden Werte. Aber Vorsicht: sollte der eigene Verbrauch starken (saisonalen) Schwankungen unterliegen, wird diese Prognose erst kurz vor Ende der laufenden Periode belastbar: längerfristige Schwankungen im Verbrauch werden im aktuellen Berechnungsmodell nicht berücksichtigt! Aktuell gelten hier nur die Werte der verg. 7 Wochen als Basis (bzw. der vom User in der Config eingestellten Anzahl Kalenderwochen).

Einkalkuliert werden hier allerdings nur die aktuell in der Config hinterlegten Grund- und Arbeitspreise. Zukünftige Preise/Preisänderungen sowie Bonis werden nicht einkalkuliert.

Vertrags-Bonus

Bonus: in der Config zugewiesen, erscheint dieser in der Delta-Summenzeile

Bonus: in der Config zugewiesen, erscheint dieser in der Delta-Summenzeile

Seit meinem Flexstrom-Erlebnis mache ich prinzipiell keine Verträge mehr mit Rückvergütung zum Jahresende (Bonus oder Neukunden-Bonus genannt). Möglichst auch nicht bei Firmen, die solcherart Verträge im Portfolio haben. Aber das ist eine andere Baustelle.

Da der Energy Forecast ja auch anderen Usern zum Durchblick verhelfen soll, hab ich den (auf Wunsch eines Testers) eingebaut ;-) In der Config kann man den Bonus der entsprechend vorgesehenen Variable zuweisen, in der Kostentabelle taucht er dann in der Delta-Summenzeile auf (und im Tooltip als Einzelwert).

HighChart „Verbrauchsentwicklung“ (kumuliert)

kumulierte Verbrauchsentwicklung, verglichen mit Plan und Vorperiode

kumulierte Verbrauchsentwicklung, verglichen mit Plan und Vorperiode

Eigentlich viel Platzbedarf für wenig Aussage. Meine Meinung. Aber ganz so sinnlos, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, ist es nicht: das Chart „Verbrauchsentwicklung akt. Periode vs. Vorperiode“.

Hier werden die Verbrauchs- und Forecast-Daten aufsummiert dargestellt und mit dem Plan (linear verteilter Verbrauch über die Vertragsperiode, errechnet aus dem vom User angegebenen Jahresverbrauch [Config: variable $Jahresverbrauch]) sowie Verbrauch der Vorperiode verglichen. Die Besonderheit ist hier, dass die Daten in wöchentlicher Granularität vorliegen. Man kann so das Jahr mit dem Mauszeiger abfahren und sich Woche für Woche mehr über die Veränderungen wundern.

Warum gefällt mir ein solches Chart nicht (so sehr)? => weil man hier eigentlich „nur“ (zumindest auf den ersten Blick) sieht, in wie weit man sich vom Plan entfernt (hat).

RS Energy Forecast - monatliche Darstellung

RS Energy Forecast – monatliche Darstellung

Man betrachtet also – sobald man die Kern-Aussage des Charts begriffen hat – das rechte Ende der Graphen sowie deren Abstand zueinander. Könnte man auch in 2-3 Zahlenwerten ausdrücken. An welcher Stelle und wie viel man unterwegs vom rechten Pfad abgewichen ist, kann man in einem solchen Chart nicht oder nur schlecht erkennen. Hierfür bietet sich die Darstellung der Monatssummen (Chart darunter) an. 

Frei wählbarer Betrachtungszeitraum

Beispiel: Vertragslaufzeit > 12 Monate

Beispiel: Vertragslaufzeit > 12 Monate

Mit der aktuellen Version kann man nun auch ein beliebiges Start- und Enddatum angeben. Monats-Erster, Mittendrin, Monats-Letzter – völlig wurst. Das Projekt errechnet daraus automatisch das Start- und Endjahr und passt die Charts und Tabellen im WFE selbständig an. Somit sind auch Vertragsperioden >12 Monate denkbar.

Beispiel (ausgehend von heute, dem 13.03.2014): wird als Start der 18.05 und Als Ende 30.09. angegeben, so erkennt das Projekt daraus automatisch eine Laufzeit vom 18.05.2013 (weil Termin kann nur in der Vergangenheit liegen) bis 30.09.2014. Die  Kostentabelle sowie die Charts werden automatisch vom Programm entsprechend angepasst.

Projekt-Initialisierung

Mit Ausführung des Config-Scripts wird das Projekt auch einmalig initialisiert. Timer werden aktiviert, Variablen mit Daten befüllt. Aber es werden auch einige Checks durchgeführt. So werden zum beispiel einige Minimal-Anforderungen an die IPS-Umgebung geprüft:

  • Datenbestand der auszuwertenden Variable wird geprüft
    Fehlermeldungen der Projekt-Initialisierung (IPS-Konsole)

    Fehlermeldungen der Projekt-Initialisierung (IPS-Konsole)

  • Aggregationstyp auszuwertenden Variable wird geprüft
  • Loggingstatus auszuwertenden Variable wird geprüft
Unvollständiges WFE nach Abbruch der Projekt-Initialisierung

Unvollständiges WFE nach Abbruch der Projekt-Initialisierung

Wird eine der Minimalanforderungen nicht erfüllt, bricht die Projektinitialisierung ab. Fairerweise sacht diese aber via IPS-Log bescheid, was passiert ist und warum. Je nach Fehler sieht man dann im WFE nichts oder noch weniger.

Also falls mal was komisches zu sehen ist: besser nochmal ins IPS-Log (oder Meldungsfenster der Konsole) schauen.

 

Schlussbemerkungen

Ich denke, der Stoff sollte jetzt erstmal für ein paar Wochen reichen. Wichtig für den gemeinen Konsumenten ist hier nur: der RS Energy Forecast kann – auch in der jetzigen Version – nicht zaubern. Die Komplexität einer Forecast-Berechnung aus Langzeit-Daten ist schon ziemlich komplex. Und dann sollen solche Modelle auch noch allgemeingültig für jeden x-beliebigen Haushalt bzw. Verbrauchsverhalten sein und eine Genauigkeit von 100,00% haben.

Ganz klare Abgrenzung: geht nicht!

Dennoch kann der Energy Forecast eine sehr gute Hilfe sein. Nämlich (im Moment) dann, wenn die Verbrauchswerte (über das Jahr gesehen) nicht all zu sehr schwanken. Selbst kontinuierlich sinkende Verbräuche  (z.B. durch Einsparmaßnahmen) – oder auch steigende Verbräuche werden recht gut berücksichtigt. Aber: bitte keine Wunder erwarten. Lieber das ganze mit genügend Abstand und Skepsis eine Weile betrachten. Dann gewinnt man ein gutes Gefühl, ob die Berechnungsmodelle des Energy Forecast eher dicht an – oder eher weiter weg von – der eigenen Realität landen.

In späteren Versionen wird es eine Verfeinerung dieser Berechnungsmodelle geben, die die Trefferquoten verbessern werden. Stichwort: saisonale Schwankungen. Aber das wird schon eine Herausforderung, aber sicher lösbar. Der RS Energy Forecast ist ein Hilfsmittel, dass den gesunden Menschenverstand unterstützen, nicht aber ersetzen soll ;-)

Und es ist eine sehr gute Unterstützung im Management des eigenen Energieverbauchs (z.B. Kontrolle/Monitoring von Einsparmaßnahmen) sowie Hilfe und Transparenz beim Vertragsmanagement (muss ich mehr zahlen und Kredite aufnehmen – oder kann ich mir durch Rückerstattungen den Zweitporsche leisten?)

Update

  • RS Energy Forecast Projektinitialisierung ok LogBitte unbedingt das bestehende Config-Script aus dem Objektbaum löschen (verschieben reicht nicht!)
  • Installer-Script aus dem Anhang in das bestehende Install-Script einkopieren
  • RS Energy Forecast Projektinitialisierung - Log_AbbruchWFE-Instanz-ID angeben
  • Install-Script starten
  • RS Energy Forecast Projektinitialisierung - WFE_AbbruchConfig-Script mit Vertragsinformationen versehen und ausführen => Projekt wird initialisiert
  • Meldungsfenster der Konsole checken

 

Download

Überraschung: über die Projekt-Homepage :-)

Danksagung

…. an die geduldigen Tester! Mein Dank geht an Wennääh, Horst und Artur. War sehr hilfreich. Von der Sorte hätt‘ ich gern noch ne Handvoll. Mindestens.

Vor allem für mich interessant, auch mal Verbrauchsdaten aus anderen Umgebungen zu analysieren – für die nachfolgenden Projektversionen hat das schon jetzt sehr wertvolle Impulse gegeben.

Und dann gabs da noch ziemlich spannende Diskussion mit Rainer aus Flensburg => seines Zeichens Mathematiker, Spezialisierung Statistik. Mit Ihm habe ich lange Gespräche bezgl. meiner Methodiken, Rahmenbedingungen und Berechnungsmodelle geführt. Und viel Hilfe – aber auch Bestätigung bekommen. Richtig spannend werden die nächsten Schritte: Einbau von saisonalen Abhängigkeiten, zeitlichen Gewichtungen etc….

 


 

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