Kurz zur Historie:

ich bin im Oktober 2010 dem IP-Symcon Virus verfallen. Den Einstig in das umfassende Verständnis der sehr komplexen Software habe ich nur durch den intensiven Support aus dem Forum geschafft. Es hat ca. 1 Jahr gedauert, bin meine IPS- und PHP Kenntnisse soweit waren, dass ich auch eigene Projekte selbständig auf die Beine stellen konnte.

 

Ab diesem Zeitpunkt habe ich begonnen, nicht nur das Erlernte in Form von Support zurück zu geben, ich habe auch begonnen, diverse Projekte zu entwickeln, die der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt wurden (DWD Unwetterwarnungen, DB-Analyzer, Project Exporter, etc. etc.). Ende 2011 lud man mich – zu meiner Überraschung – ein, das Forum als Moderator zu unterstützen. Recht schnell habe ich für mich festgestellt, dass das Forenregelwerk an bestimmten Stellen ziemlich diffus und dehnbar war. Mir war von Beginn an wichtig, für jeden erkennbare, klare Linien zu ziehen. Nicht zuletzt, um als Moderator auch nach außen erkennbar möglichst objektiv zu handeln.

 

Also habe ich intern darauf hin gearbeitet, die des Regelwerk so zu konkretisieren, dass der Eindruck der willkürlichen Moderation (der zu diesem Zeitpunkt immer mal wieder erhoben wurde) deutlich abgeschwächt wurde. Es hat sich aber auch gezeigt, das ein solches Ansinnen extrem schwer in Regeln zu fassen ist. Man läuft sehr schnell Gefahr, übers Ziel hinaus zu schießen.

 

Leider hat sich herausgestellt, dass sich hier nichts bewegen ließ, vielleicht auch aus Resignation vor dieser Erkenntnis. Ich habe daraufhin meine Moderatoren-Funktion nach 3 Monaten aufgegeben. Ich hielt es für mich nicht für vertretbar, den Eindruck der Willkür (teils berechtigt, teils unberechtigt) so im Raum stehen zu lassen. Man kann nicht alles im Leben mit Paragraphen regeln, das andere Extrem ist nicht minder gefährlich und passt nicht zu dem Bild von Demokratie, in dem wir leben.

 

 

Ich hatte allerdings schon recht schnell begriffen, dass die Forenuser und -Moderatoren eine für IP-Symcon extrem wichtige Funktion übernahmen: sie haben die mangelnde Supportfähigkeit seitens IP-Symcon kompensiert. Diese Unfähigkeit liegt m.E. nicht in der Fachkompetenz (die im Übrigen ausserordentlich hoch ist), sondern in Ressourcenmangel und einer sehr introvertierten Kommunikations-Philosophie und -Fähigkeit der IP-Symcon Macher. Ersteres ist für ein junges und kleines Unternehmen nun mal so, an Letzterem könnte/müsste man arbeiten.

Also habe ich mich auch und gern engagiert, dies durch Support im Forum zu kompensieren. Dies aus der Überzeugung heraus, dass IPS und die heutige Firma IP-Symcon ein gutes Produkt und Konzept sind. Und es gibt bis heute nichts Vergleichbares auf dem Homeautomations-Markt. Meine Überzeugung hat sich diesbezüglich auch bis zum heutigen Tage nicht geändert.

 

So kamen nach 24 Monaten Forenaktivität knapp 4000 Beiträge und ein paar IPS-Projekte zustande.

 

 

Leider hat es mich dann irgend wann auch erwischt: irgendwann verschwanden Beiträge von mir. Einfach so. Stellte ich nur zufällig fest. In einigen Fällen nicht unberechtigt (ja, man ist mal schlecht drauf, und einen Tag später leist man sein eigenes Geschreibsel mit anderen Augen), aber eben auch unberechtigt. Die Argumentation aus früheren Diskussionen zu den Forenregeln war: „… der Beitrag war nicht sachdienlich…“ Und das ist – wie ich feststellen musste, sehr, sehr dehnbar. Nicht nur, dass dies (logischerweise) jeder Moderator im Forum anders auslegt, es ist auch noch abhängig von der Tagesform der handelnden Personen (was überhaupt kein Vorwurf ist, sondern aus meiner Sicht eine logische Folge mangelhafter Regelwerke). Leider haben sich aber Klärungsversuche meinerseits als erfolglos erwiesen: entweder wird nicht reagiert, das Thema ausgesessen oder die Argumentation vom Tisch gewischt und der Dialog abgebrochen.

 

 

Ich persönlich habe (und tue dies noch immer) dies als Respektlosigkeit empfunden: man erwartet zwar persönliches (natürlich unentgeltliches) Engagement im Forum, wohlwissend, dass man selbst den Supportbedarf nicht befriedigen kann, zensiert aber im Gegenzug und teilweise willkürlich die Beiträge derer, die dem Unternehmen und der Community loyal und engagiert zu helfen versuchen. Und das ohne irgendeinen Kommentar, Hinweis, Erklärung, schon gar nicht Dialog.

 

Das ist nicht meine Vorstellung von Respekt, Parnterschaft und Community. Ich erwarte hier ausdrücklich keine bevorzugte Behandlung, sondern eine gleiche Behandlung Aller. Das ist derzeit alles andere als gegeben.

Und spätestens an der Stelle stellt sich mir die Frage: warum soll ich mich für ein Produkt und eine Firma engagieren, deren Defizite helfen auszugleichen, um das dann dauerhaft und konsequent mit derartigen Respektlosigkeiten quittiert zu bekommen? 

 

Nach mehreren erfolglosen Dialogversuchen meinerseits und einer erneuten, völlig willkürlichen Löschung eines meiner Postings habe ich nun meine Foren-Aktivitäten endgültig eingestellt – nachdem ich im Dezember 2012 ein solches Vorgehen nach einem solchen Vorfall angekündigt hatte. Nur hatte ich seinerzeit die Hoffnung, dass hier ein Umdenken und Dialogbereitschaft einsetzt – leider vergebens.

 

 

Mit dieser Meinung stehe ich nicht allein da: sowohl Moderatoren als auch User teilen diese Sicht. Ins besondere die Moderatoren fühlen sich hiermit nicht besonders komfortabel.

 

 

Ich möchte hier keinesfalls den Eindruck erzeugen, IP-Symcon und alles damit in Zusammenhang stehende wäre schlecht. Im Gegenteil: es ist ein sehr gutes Produkt, stabil, gut durchdacht, extrem mächtig. Auch die Macher dahinter sind sehr engagiert und kompetent.  Nur leider sind sie m.E. derzeit dem Anspruch, der an ein solches Produkt in dieser Liga gestellt wird, nicht in allen Belangen gewachsen: der professionellen Kommunikation und Support. Visionen, die dort auf Änderungen hoffen lassen, sind leider nicht erkennbar (ich entnehme dies aus einer Vielzahl früherer persönlicher Gespräche mit den Machern.

 

Und ich habe den Verdacht, dass u.A. dies im Zusammenhang mit den stark eingebrochenen Postingzahlen (-30% im Vergleich zum Vorjahr, Stand Q1 2013) im Forum im Zusammenhang steht.

 

Bleibt zu hoffen, dass sich diesbezüglich ein Sinneswandel einstellt (was sicher nicht von Heute auf Morgen) denkbar ist. Aber es wäre sehr, sehr schade, wenn ein solches Produkt und die dazugehörige Community daran scheitern.

 

 

Ich werde meinem Hobby weiterhin und mit IP-Symcon als Plattform weiterhin treu bleiben und Projekte entwickeln. Nur wird sich dies auf den Rahmen dieser Homepage vorgestellten Projekte beschränken und nicht mehr im Forum stattfinden.

Genauso würde ich IP-Symcon als die HA-Software weiter empfehlen. Es gibt m.W. derzeit keine Software am Markt, die derart flexibel herstellerübergreifend HA-Komponenten unter ein Hut bringen kann.

Allerdings eben auch mit der Anmerkung, dass der Herstellersupport via Forum nur mäßig erfolgt, aber durch eine (derzeit) starke Community kompensiert wird. Der Hersteller bietet zwar auch Support per Bezahlung an, da ich aber hierzu weder eigene noch Erfahrungen durch Dritte zur Hand habe, kann ich dazu nichts sagen.

 


 

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One Response to in eigener Sache: IP-Symcon Aktivitäten

  1. Thomas sagt:

    Sehr Sachliche und Objektive Meinung! Finde es sehr Gut vpn dir das du das genau so schreibst! Ich wünsche mir das Die Macher von IPS das lesen, denn Kritik ist ja nicht unbedingt schlecht, sondern dient dazu fehler zu erkennen und zu verbessern! Es ist selbstverständlich schade das du das Handtuch wirfst, aber aus deiner Sicht hätte das wohl jeder gemacht! Werde weiterhin hier weiterlesen!
    Mfg Tom

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